16.03.2013: Dem Wasser folgen – Tippeltour 307

Tippeltour 307In der Eifel liegt noch immer bzw. schon wieder Schnee. Aber der Drang nach draußen, der Drang nach einer Wanderung wird übermächtig, aber bitte nicht mehr im Schnee.

Da kam der Artikel mit der Überschrift „Dem Wasser folgen“  im Magazin des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gerade recht. Dort beschreibt der Autor mit dem Pseudonym „Peter Squentz“, die ca. 13 km lange Tippeltour 307, einem Rundweg durch die Zülpicher Börde.

Über die Zülpicher Börde schreibt das Bundesamt für Naturschutz: „Die Landschaft wird von überwiegend ebenen Lössplatten in der Höhe von etwa 100 bis 200 m ü. NN gebildet…“ – und weiter – „Ansonsten werden die offenen, landwirtschaftlichen Flächen nur vereinzelt durch Feldgehölze, Baumreihen und Hecken gegliedert. … Die Landschaft ist sehr waldarm.

Hm, das hört sich ja nicht gerade nach Wanderparadies an und ehrlich, es ist auch keins. Aber da kann der Autor der Tippeltour nichts dafür und wir wollten es ja so.

Anhand der Beschreibung habe ich mir zuerst über den Tourenplaner  eine GPS-Route erstellt, dann wird es unterwegs nicht so stressig, so ohne Karte und nur mit einer verbalen Beschreibung.

Kirche Maria Königin in NiederelvenichDie Suche nach dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, der Kirche Maria Königin in Niederelvenich, gestaltete sich schwierig, denn wir hielten in dem kleinen Dorf nach einem Kirchturm Ausschau. Aber die junge (1966 eingeweiht), moderne Kirche hat keinen Turm.

Wir fanden dennoch was wir suchten und begannen unsere Tour anhand der Beschreibung aus der Zeitung, und natürlich mit der geladenen GPS-Route. Vorbei an einem Pferdehof auf der einen Seite und Galloway-Rindern auf der anderen Seite, haben wir bald das Dorf im Rücken. Nur noch den Rotbach überqueren und den Baseball-Platz passieren und schon sind wir auf freiem Feld.

ReheWandern wir zunächst mit Blick in Richtung  Oberelvenich, biegen wir nach ca. 1,7 km scharf links und erfreuen uns der Rehe die friedlich auf den Feldern nach Nahrung suchen. Aber dann geht es weiter und wir nutzen die nächste Möglichkeit und biegen scharf nach rechts um dann am Ende wieder scharf links den Wiesenweg zu verlassen. Nun wandern wir, den Bleibach zur Rechten, in Richtung Wichterich. In Wichterich überqueren wir die L 162, leicht nach rechts geneigt, und folgen dann, nun den Bleibach zur Linken, einem Pfad in Richtung Mülheim.

Tippeltour 307

Im Prinzip wandern wir nun immer geradeaus, werden Zeuge wie sich Bleibach und Rotbach vereinen, um sich später wiederum in die Erft zu ergießen.  Sobald linker Hand Bleibach und Rotbach vereinen sichHaus Pesch (heute Reittherapie SanaAnimal) erscheint, überqueren wir links über die Brücke den Rotbach und umrunden halb Haus Pesch. An der Wegkreuzung muss man sich nun entscheiden. Geht man links kommt man recht zügig wieder zum Ausgangspunkt. Rechts folgt man der offiziellen Tour und zieht noch eine ca. 4,3 km lange Schleife. Mit unserem heutigen Wissen würden wir uns für links entscheiden. Die Schleife führt uns durch freies, nicht sehr attraktives, Gelände. Zugegeben, schön ist die Fernsicht, entsprechendes Wetter vorausgesetzt. Aber ansonsten war es unangenehm zugig und ohne jeglichen Anspruch.

Aber so sind sie, die verwöhnten Mittelgebirgler die mit plattem Land nichts anfangen können. Vielleicht ist aber auch eine degenerierte Weitsichtigkeit Schuld an der Antipathie gegenüber „überwiegend ebenen Lössplatten“.  :-)

Sei‘s drum. Es war die Flucht vor dem Schnee, dafür gab’s Match und eine wenig anspruchsvolle Landschaft.


  • Tour: Dem Wasser folgen – Tippeltour 307 (Beschreibung)
  • Kurzbeschreibung: Rundweg durch die Zülpicher Börde
  • Region: Voreifel – Nordrhein-Westfalen/Kreis Euskirchen/ Zülpich
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 12,5 km
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Charakteristik: Ohne Wald, ohne Steigungen, ohne Anspruch. Dafür hervorragende Fernsicht (entsprechendes Wetter vorausgesetzt).
  • Karte über Google-Maps: Klick hier
Unsere Bewertung:
(1 – 5 Schmetterlinge)
Niedrigste Bewertung. Hat uns überhaupt nicht gefallen. Nie wieder.

Impressionen:

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